Raksha

Raksha

Bei uns seit dem 13. September 2018
Im September 2018 wurden wir über einen hochschwangeren Husky informiert, der in der Nähe einer Militärbasis auf Zypern auf der Straße leben sollte. Zu der Zeit hatten wir keine freien Plätze in unseren Pflegestellen verfügbar. Das Einzige was wir tun konnten, war eine Veröffentlichung auf unserer Facebook-Seite und eine Info-Mail an unser Pflegestellen-Netzwerk.
Trotz alledem dauerte es fast zwei Wochen, bis wir eine Pflegestelle für sie fanden. Es war höchste Zeit. Am 13. September konnten wir die Husky-Mama mit ihren 4 wunderschönen, einen Tag alten Welpen bei uns aufnehmen. Die kleine Familie wurde zunächst in der Tierklinik untersucht, bevor sie in ihre Pflegestelle einziehen durfte. Aufgrund der guten Fürsorge der Mama, die wir später Raksha nannten, waren die Welpen alle gesund und wohlgenährt. Dies hatte Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Bei ihr wurde eine Anämie (Blutarmut), Ehrlichiose und Anaplasmose diagnostiziert.

Da die Welpen erst einen Tag alt waren, verschob der Tierarzt die Behandlung auf einen späteren Zeitpunkt, um den Welpen eine Überlebenschance zu geben. Und der lange Weg zur vollständigen Genesung hat begonnen. Um Raksha dabei zu helfen, gesunde Welpen großzuziehen, kochte die Pflegemama hausgemachtes Mahlzeiten mit Nahrungsergänzungsmitteln (Vitamine).
Raksha bekam ihren eigenen Rückzugsort im Garten, speziell ausgestattet für die kleine Familie, an dem sie ganz in Ruhe nach ihren Welpen schauen konnte, ohne sich Sorgen um die anderen Hunde im Haushalt machen zu müssen.

Trotz der Anstrengung, die ein Überleben auf der Staße mit sich bringt, der Schwangerschaft und ihrer Krankheiten, konnten wir von Anfang an ihre warme, freundliche und einladende Persönlichkeit sehen. Es beeindruckte uns, wie viel Liebe und Fürsorge sie ihren Welpen entgegen brachte, obwohl es ihr nicht so gut ging. Etwas, was wir Menschen als selbstlos bezeichnen würden.
Im Oktober 2018 riet uns Rakshas Tierarzt, das Säugen der Welpen einzustellen, um ihre Behandlung zu beginnen. Obwohl ihre Welpen alt genug waren, um feste Nahrung zu sich zu nehmen, fing sie an, ihr Futter für sie zu erbrechen, da ihre Milchproduktion aufhörte. Selbst nachdem sie ein paar Stunden nach dem Essen von den Welpen getrennt worden war, zeigte sie dieses Verhalten erneut, sobald sie die Welpen sah.

Normalerweise versuchen wir die Welpen mindestens 8 Wochen bei ihrer Mutter zu lassen. Zugunsten von Rakshas Gesundheit, haben wir die Welpen aber schon nach 7 Wochen in Pflegestellen gebracht.
Im November 2018 musste Rakshas Pflegemutter für ein paar Wochen verreisen, sodass Raksha in unser Sanctuary (Hundeasyl) umziehen musste. Wir konnten zu dem Zeitpunkt nicht sicher sein, ob sie in einer Gruppe zurecht kommen würde. Um ihr ein bisschen mehr Zeit zu geben und sicherzustellen, dass sie sich gut mit dem Rest der Hunde abfinden kann, haben wir sie in das Training mit Maria-Christina Patala von „Dog Coach Cyprus“ aufgenommen, einer zertifizierten Trainerin, die nur mit positiver Verstärkung arbeitet und gewaltfreie Trainingsmethoden einsetzt. Das Training war erfolgreich und wir haben bereits nach einem Monat grünes Licht bekommen. Im Dezember 2018 zog Raksha in das Sanctuary (Hundeasyl) ein (Link hier).
Ihre Gesundheit wurde immer besser, aber viel langsamer als wir erwartet hatten. Auch nach der Behandlung blieb Raksha noch eine Weile anämisch und konnte deshalb nicht kastriert werden.

Schließlich war Raksha nach Monaten guter Pflege und gutem Futter im März 2019 bei guter Gesundheit und wurde kastriert.
Derzeit teilt Raksha ihr Gehege im Sanctuary (Hundeasyl) mit drei weiteren Hunden: Diego, Zoya und Homer. Raksha zeigt keine Probleme mit anderen Hunden zu kommunizieren. Es gab nur einen Vorfall, den wir eher mit ihrem starken Beutedrang in Verbindung brachten: als ein kleiner Hund, mit dem sie sich eigentlich verstand, eine plötzliche Bewegung direkt neben ihr machte, schnappte sie nach ihm. Es gab keinen Biss oder Schaden für den kleinen Hund, aber auf solche Situationen sollte ihre neue Familie achten. Trotzdem ist Raksha mit kleinen Hunden auf dem Gelände befreundet und dieser Vorfall wird sich vermutlich nicht wiederholen.
Raksha liebt es Vögel zu jagen und wir wissen, dass sie unter keinen Umständen mit Katzen zusammenleben sollte. Raksha ist sehr lieb und freundlich zu Menschen und Hunden. Sie genießt ihre Spaziergänge und liebt es, mit Homer und Diego zu spielen. Für ihre Rasse ist sie eine eher kleine Hündin. Es ist wirklich schwer, ihr ausgeglichenes Temperament, ihre ruhige und freundliche Persönlichkeit nicht zu lieben. Wir denken, Raksha würde sich in jedem Zuhause ohne Katzen wohlfühlen. Aber am besten würde sie mit einem sozialen und freundlichen Rüden zurechtkommen. Wir können nicht sagen, wie Raksha auf Kinder reagiert, aber nach dem was wir über sie wissen, möchten wir nicht, dass sie in einem Umfeld mit kleinen Kindern zusammen lebt.

Raksha ist in vielerlei Hinsicht erstaunlich. Und dieser eine Mensch, der sie adoptiert, wird eine treue und großartige Kameradin an seiner Seite bekommen.
Raksha wird derzeit einmal täglich mit BOSCH-Hundefutter gefüttert.

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Krankengeschichte

September 2018 – Erste Untersuchung. vollständiges Blutbild + Snip Test. Diagnose mit Ehrlichiose und Anaplasmose. Vitamine wurden verschrieben. Kann in wenigen Wochen mit der Behandlung beginnen, wenn die Welpen ihr eigenes Futter zu sich nehmen können. Mikrochip. Reisepass. Entwurmung.

Oktober 2018 – Vorgestellt beim Tierarzt mit Symptomen von Erbrechen und Lathergie. Gewicht 20,7 kg. Temperatur 39,5. Das vollständige Blutbild zeigte eine Verbesserung gegenüber dem im September, weist jedoch immer noch einen niedrigen PTL auf. Es werden Injektionen und Antibiotika gegen Übelkeit verabreicht. Der Tierarzt empfiehlt spätestens Ende Oktober mit der Behandlung zu beginnen. Zecken- / Flohbehandlung, Entwurmung.

23. Oktober 2018 – Rakshas Behandlung beginnt: Remycin 1-mg 8 Schachteln mit 10 Tabletten / 2 Tabletten pro Tag. Kelastin (Unterdrückung der Laktation). Cerenia (Behandlung gegen Übelkeit). Vollständiges Blutbild. Vollständiger Biochemietest. IDEXX Lyte 4. IDEXX CPLi-Snip-test. Betamox-Injektion. Die Behandlung wurde am 28. November beendet.

Dezember 2018 – Laut vollständigem Blutbild empfiehlt der Tierarzt, mit dem Kastrieren noch einige Wochen zu warten.

Januar 2019 – Raksha war läufig.

März 2019 – vollständiges Blutbild – ok. Kastration.

April 2019 – jährliche Impfung und Tollwut.

Informationen zur Adoption

Adoptionsgebühr: 450 Euro.
Raksha wird zur Adoption kastriert, mit internationalem Reisepass ausgestattet, geimpft und mit Mikrochip versehen.

Möchtest du ihr Pflegestelle werden? Dann fülle dieses Formular aus foster form.
Um dich für eine Adoption zu bewerben, fülle bitte dieses Formular aus Application form

Patenschaft für Raksha

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STICHTING SLED DOG RESCUE
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